Projektbesuch 2026

Nach langjähriger virtueller Projektbesuche konnten wir im April 2026 endlich wieder einen Augenschein vor Ort nehmen. Die Situation vor Ort ist zugleich erfreulich und ernüchternd.

Es war eine grosse Freude, die Ñeque-Familie wiederzusehen, die sich Jahr für Jahr erweitert, weil neue Kinder und Jungendliche dazukommen, währenddem die älteren Semester ihren Weg in die Selbständigkeit und das Erwerbsleben wagen. Das neue Team um Galo Cevallos mit den beiden Lehrerinnen Pamela Chico und Vivian Rosero ist hochmotiviert, die Stimmung unter den Kindern extrem gut. Die rund 50 Kinder und Jugendlichen, die derzeit das Ñeque besuchen, kommen aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen, und man unterstützt sich, wo man kann. Gleichzeitig durchlebt das Land aber eine Krise, die auch am Viertel El Comité del Pueblo nicht vorbeizieht: Es ist mittlerweile eins der grössten Viertel der Stadt überhaupt, und leider auch Angriffsfläche für die Narcos auf der Suche nach Jugendlichen, die wenig zu verlieren haben. Währenddem sich seit der Gründung der Stiftung so viel im Viertel in eine positive Richtung für die Gemeinschaft bewegt hat, bringt diese neue Krise wieder einen grossen Rückschritt mit sich. Die Kriminalität und Gewaltexzesse sind angestiegen und die Stiftung musste die Sicherheitsmassnahmen erhöhen. Ein neues Augenmerk der Stiftung liegt auf der Gewalt- und Drogenprävention.

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