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Corona in Ecuador

Kinder im Projekt 2020

Die aktuelle Gesundheitslage in Ecuador ist dramatisch und die Kindertagesstätte muss bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Der ecuadorianische Staat hat in den letzten Monaten eine Ausgangssperre zwischen 14 Uhr und 5 Uhr morgens verhängt, nachdem der kleine Andenstaat ungemein hart von der Corona-Pandemie getroffen wurde. Das Epizentrum des Ausbruchs befand sich zwar im südlichen Guayaquil, aber auch die Hauptstadt Quito verzeichnete extrem hohe Fallzahlen. Die Beschäftigung im informellen Sektor ist in Ecuador hoch, insbesondere in Quartieren wie dem Comité del Pueblo, wo die Stiftung angesiedelt ist. Die Pandemie hat die finanzielle Situation der Bevölkerung und auch der Familien der Stiftung damit stark verschlechtert.

Wir hoffen, dass sich die Situation so rasch wie möglich entspannt und auch in Quito bald wieder ein Stück Normalität einkehrt, damit die Menschen ihre Arbeit wieder aufnehmen können, welche sie zum Überleben dringend benötigen. Sobald es die Zustände erlauben, wird die Stiftung Ñeque y más Ñeque ihre wichtige Funktion für das Quartier wieder aufnehmen.

Besuch im Ñeque

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Zum Abschluss des Projektjahres 2019 ist Vorstandsmitglied Maya Wolfensberger Malo im Januar 2020 nach Quito gereist für das Monitoring und den Austausch zwischen den ecuadorianischen Mitarbeitenden und unserem Verein als Hauptgeldgeber.

«Ich besuche das Projekt 18 Jahre nach meinem Einsatz im Ñeque als Volontärin. Die Kinder und Jugendlichen, die ich damals betreut hatte, sind längst erwachsen. Einige sind in andere Teile des Landes gezogen, andere senden mittlerweile ihre eigenen Kinder ins Projekt. Was mich am meisten erstaunt hat, ist die Konstanz dieses Projektes. Dieselben Leute, die es vor 20 Jahren gegründet haben, sind heute noch die treibende Kraft dahinter: Galo Cevallos, der Projektleiter und Narcisa Cardenas, die Leiterin Betreuung. Für uns ist dies sehr wertvoll und auch die Kinder profitieren enorm von den wichtigen Bezugspersonen, die sie durch ihre Kindheit begleitet haben.

Was sich verändert hat, sind die Verhältnisse im Quartier. Die Situation hat sich enorm verbessert bezüglich der Grundversorgung, Kanalisation, Strom- und Strassennetze. Es sind rundherum Betriebe entstanden. Neue, grössere Häuser wurden gebaut. Leute aus besseren Verhältnissen sind ins Quartier gezogen. Dies stellt das Projekt vor Herausforderungen. Denn das Ñeque ist und bleibt ein Projekt für Familien aus schwierigen Verhältnissen. Für Kinder, die andernfalls der Strasse überlassen wären. Die Verbesserung des Quartiers ist natürlich begrüssenswert in vielerlei Hinsicht, führt aber dazu, dass die Kinder teilweise längere Wege zurücklegen müssen, da sie nun auch aus anderen Quartieren ins Projekt kommen, wo kein entsprechendes Angebot existiert. Wir erwägen derzeit verschiedene Möglichkeiten, wie wir das Angebot entsprechend anpassen können. Auch Ecuador ist mittlerweile von der Corona-Krise erfasst worden und das Projekt musste vorübergehend schliessen. Wir hoffen, dass die Situation rasch unter Kontrolle kommt.»

Schulstart in Ecuador

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Während in der Schweiz schon die Herbstferien anstehen, hat das Ñeque erst vor einigen Wochen seine Tätigkeit wieder aufgenommen, nachdem der Schulunterricht in Quito wieder begonnen hat. Auch 2018 engagiert sich das Ñeque y más Ñeque-Team rund um den Gründer und Stiftungsdirektor Galo Cevallos im Comité del Pueblo in Quito unermüdlich und mit viel Herzblut für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Hier finden sie einen geschützten Raum, in dem sie spielen, lernen und sich entwickeln können.

Der Anfang des Stiftungsjahres ist immer mit vielen Kosten verbunden, da Neuanschaffungen anstehen und die Küche wieder ausgerüstet werden muss.
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